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Neue Straßennamen für Woermann- und Lüderitzweg gesucht

  • Status Beendet
  • Zeitraum 05.03.2026 bis 22.03.2026
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Hervorgehobene Straßennamen im Stadtplan (Vermessungs- und Katasteramt Münster)

Die Bezirksvertretung Münster-Südost hat in ihrer Sitzung am 9. Dezember 2025 entschieden, den Lüderitzweg und den Woermannweg in Gremmendorf umzubenennen. In diesem Zusammenhang sind Sie eingeladen, sich bis zum 22. März 2026 an der Suche nach zwei neuen Straßenamen zu beteiligen.

Bitte beachten Sie bei Ihren Vorschlägen die Kriterien aus den beigefügten 'Leitlinien für Ehrungen im öffentlichen Raum'. Diese sehen vor, dass für Straßennamen i. d. R. auf historische Ortsbezeichnungen zurückgegriffen wird. Die Benennung nach Personen stellt eine Ausnahme und besondere Ehrung dar. Durch Straßennamen zu ehrende Personen sollen einen dichten Bezug zu Münster vorweisen und i. d. R. seit mindestens 10 Jahren verstorben sein. Außerdem sind Ehrungen nach bedeutenden Frauenpersönlichkeiten zu bevorzugen.

Die gesammelten Vorschläge werden durch die Verwaltung geprüft und an die Bezirksvertretung Münster-Südost weitergegeben. Abschließend entscheidet diese über die neuen Straßennamen.

Weitere Informationen zu der Straßenumbenennung finden Sie unter "Straßennamen in Münster".

  Beiträge

Umbenennung Lüderitz- und Woermannweg

Für den Woermannweg wäre der Rotkehlchenweg super passend, es sitzt täglich in unserem Garten ... und sorgt jedes Mal für strahlende Augen. Für den Lüderitzweg Eichelhäherweg, auch dieser wird hier regelmäßig verköstigt. Definitiv kein Personenname: Wer weiß, was in ein paar Jahren/ jahrzehnten bekannt wird... Bis vor kurzem fand ich ja auch Christian Ulmen recht sympatisch...

Vogelviertel

Inmitten des Vogelviertels bin auch ich für die Benennung der Straßen nach hier lebenden Vogelarten: Rotkehlchenweg, Zaunkönigweg, Dohlenweg, Eulenweg, Bussardweg, ...hier gibt es übrigens auch Fledermäuse (auch wenn diese nicht zu den Vögeln zählen). Ein Straßenname zu Ehren weiterer Personen, halte ich für unpassend. Genau dies führte schließlich zur jetzigen Umbenennung der beiden betroffenen Straßen. Zudem sind beide Straßen sehr kurz. Ein verhältnismäßig langer Straßenname oder gar ein Doppelname erscheint mir daher ebenfalls ungeeignet.

Namensänderung Woermannweg

Unser Vorschlag für eine Umbenennung des Woermannweges lautet: "Eulenweg". Gründe: 1. Wir sind hier im Vogelviertel (Meisenweg Falkenweg, Kranichweg usw). Eine erneute Benennung nach einer Person passt daher inhaltlich nicht in dieses System. 2. In einer Universitäts- und Wissenschaftsstadt wie Münster wäre die majestätische Eule als Sinnbild für Weisheit und scharfe Beobachtungsgabe gut angebracht. 3. Eulen nisten vorzugsweise in hohen Bäumen wie Eichen, die wir hier im Woermannweg haben. Abends sind hier oftmals die Laute von Käuzen zu hören, die auch zu den eulenartigen Tieren gerechnet werden. 4. Nebenbei ist "Eulenweg" mit acht Buchstaben kurz und verursacht damit keine Probleme beim Ausfüllen von Formularen mit kleinen Feldern. Zeichen: 3521 von 400

Straßenumbenennung

Ich schlage für den Woermannweg als neuen Namen Zaunkönigweg vor und für Lüderitzweg den Rotkehlchen weg.

Straßenumbenennung

Ich schlage vor den Woermannweg in Zaunkönigweg und den Lüferitzweg Rotkehlchenweg umzubenennen.

Mai-Ayim-Weg und Franz-Yonga-Weg

1) Mai Ayim (1960-1996) war eine afrodeutsche Dichterin, Diplom-Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung, Ihr starker Münster-Bezug wird daran deutlich, dass sie von von ihrem zweiten Lebensjahr bis zu ihrem Abitur an der Friedensschule Münster in der Stadt als lebte und zur Schule ging. Ihre Berliner Diplomarbeit "Afro-Deutsche: Ihre Kultur- und Sozialgeschichte auf dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen (1986)" wurde später auch in dem Sammelband "Farbe bekennen" veröffentlicht. Damals noch unter ihrem alten Namen May Opitz. Ihre Gedichte und andere Texte sind u.a. im Münsteraner Unrast-Verlag erschienen. 2) Franz Wilhelm Yonga (ca. 1751--1798) war ein Afrodeutscher, der gegen seinen Sklavenstatus iauf dem Gebiet des heutigen Westfalen-Lippe (Rahden, Kreis Minden-Lübbecke; Detmold) gerichtlich vorging. Er forderte eine Entschädigung dafür. Hierin war er vielleicht sogar der erste Afrodeutsche. Unterstützt von seinem Anwalt vertrat er im Sinne der Aufklärung und der Menschenrechtserklärung der Französischen Revolution den Standpunkt, dass kein menschliches Geschöpf von anderen gekauft, verkauft oder verschenkt werden könne. Als der Prozess sich hinzog und sich die Erfolgsaussichten verschlechterten, schloß er einen Vergleich mit der Witwe seines ehemaligen, bereits verstorbenen Sklavenhalters.

Waldkauzweg und Rotkelchenweg

Beide kommen im Lüderitz- und Woermannweg vor

Straße

Meisenweg und Sperlingweg Bitte wählen

Gedenken an die Opfer im Zwangsarbeiterlager Gremmendorf/Angelmodde

Im Zusammenhang mit der Frage, wen wir künftig mit neuen Straßennamen ehren wollen bzw. an wen wir auf diese Weise erinnern sollten, möchte ich an dieser Stelle ins Gedächtnis rufen, dass es in der Zeit des Nationalsozialismus ab 1941 in der Nachbarschaft der beiden Straßen ein Lager gab, in dem Kriegsgefangene und später Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht waren. Das sogenannte Lager Gremmendorf bzw. Lager Angelmodde befand sich im Gebiet zwischen der Heide-, Höfte- und Buschstraße sowie Flaßkuhl und beherbergte zwangsweise Menschen aus den Niederlanden, Belgien, Polen und der Sowjetunion unter teils fürchterlichen Bedingungen. Zwar gibt es hierüber Informationen auf der Internetseite der Stadt Münster (https://www.stadt-muenster.de/ms/zwangsarbeit/index.html), und auf dem Friedhof in Angelmodde-Dorf befindet sich ein Gedenkstein (https://www.stadt-muenster.de/kriegerdenkmale/kriegsgraeberstaetten/kriegsgraeber-friedhof-angelmodde), jedoch gibt es meines Wissens keine Erinnerung am Ort des Geschehens selbst. Um dieses Unrecht dauerhaft im kollektiven Gedächtnis des Stadtteils zu verankern, würde es sich anbieten, die frei gewordenen Straßennamen den Opfern von damals zu widmen. Ein Beispiel hierfür wäre Nikolaus Swilla, der im Lager geboren wurde und nur drei Wochen überlebte. Weitere Kinder, die im Lager gestorben sind, waren Alexei Mausch, Sawely Brilew sowie die Geschwister Baidakow (Info aus: Gisela Schwarze: Gefangen in Münster. Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Zwangsarbeiterinnen 1939 bis 1945, 1999, S. 94). Ich habe Verständnis für die Anwohnenden, die sich über die Umbenennung ihrer Straßen geärgert haben und nun nicht wollen, dass diese mit einer so traurigen Geschichte in Verbindung gebracht werden. Allerdings ließe es sich auch positiv wenden: anstatt vergangenes Unrecht durch die Ehrung von Kolonialherren zu verherrlichen, können wir uns lieber solidarisch mit jenen zeigen, die in unserer Nachbarschaft gelitten haben.

Horst Gärtner

Eine "Horst-Gärtner-Straße" würde sehr gut passen. Der kürzlich verstorbene ehemalige Leiter des Sozialamts hat sich zeitlebens für die Schwachen in unserer Gesellschaft eingesetzt. So zum Beispiel als Einer der Vorsitzenden des Vereins "draussen! E.V.".

Kontakt

Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Münster
Strassennamen@stadt-muenster.de
☎ 0251/492-6201

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