HF 1.1 Engagement stärken - Integration gemeinsam gestalten --> Die Rolle von Migrantenorganisationen und Ehrenamtsinitiativen als zentrale Partner der Integrationsarbeit wird strukturell gestärkt und nachhaltig in die kommunale Integrationsstrategie eingebunden.
HF 1.2 Integration im Vereinssport nachhaltig fördern --> Der Zugang und die Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte im organisierten Sport sind strukturell verbessert.
HF 1.3 Diversität als Leitprinzip der städtischen Kulturstrategie --> Die städtische Kulturstrategie verfolgt das Ziel, Diversität systematisch in Programmen, Strukturen und Partnerschaften zu verankern, um kulturelle Teilhabe für Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu erhöhen.
HF 1.4 Politische Teilhabe stärken --> Die politische Partizipation von Menschen mit Einwanderungsgeschichte wird durch gezielte Maßnahmen aktiv gefördert.
HF 1.5 Einbürgerung erleichtern --> Es sind Rahmenbedingungen geschaffen worden, um das Einbürgerungspotential in Oberhausen optimal auszuschöpfen.
HF 2.1 Frühkindliche Bildung stärken --> Niedrigschwellige frühkindliche Bildungsangebote außerhalb klassischer KTE-Strukturen
sind langfristig gesichert und werden von Familien mit Einwanderungsgeschichte besser wahrgenommen und genutzt.
HF 2.2 Kontinuierliche Sprachförderung für Kinder und Jugendliche sichern --> Außerschulische Sprachförderangebote für Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf werden verstetigt und weiterentwickelt, um ihre schulische Integration
und Teilhabe zu verbessern.
HF 2.3 Frühe Sprachförderung gezielt stärken --> Die Inanspruchnahme von Sprachförderangeboten vor der Schuleingangsuntersuchung ist gesteigert – insbesondere durch gezielte Elternansprache und niedrigschwellige Angebote.
HF 2.4 Sprachförderung für Eltern im Alltag stärken --> Alltagsnahe Angebote zum Spracherwerb für Elternteile – insbesondere für betreuende Mütter – werden ausgebaut und bekannter gemacht, um sprachliche Teilhabe im Familienalltag zu stärken.
HF 2.5 Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem stärken --> Das Schulsystem in Oberhausen trägt zur Bildungsgerechtigkeit bei, fördert den Umgang mit Vielfalt und unterstützt Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gezielt beim Übergang in weiterführende Bildungswege.
HF 2.6 Strukturen stärken, Fachkräfte vernetzen --> Die Vernetzung von Bildungs-, Beratungs- und Sozialakteuren in den Stadtteilen ist gestärkt, sodass Fachkräfte besser als Multiplikator*innen und Lots*innen für Familien mit Einwanderungsgeschichte wirken können.
HF2.7 Räume für Teilhabe und Vielfalt schaffen --> Die offene Kinder- und Jugendarbeit in Oberhausen stärkt junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, fördert ihre gesellschaftliche Teilhabe und schafft Räume für interkulturelle Begegnung.
HF 2.8 Struktureller Abbau von Sprachbarrieren --> Alle Familien mit Einwanderungsgeschichte haben einen barrierearmen Zugang zu Informationen über das Bildungs- und Betreuungssystem. Sprachbarrieren werden gezielt durch mehrsprachige Materialien, kultursensible Beratung, digitale Tools und Multiplikator*innen abgebaut.
HF 3.1 Sprachkompetenz entwickeln – Zugang zu Ausbildung und Arbeit erleichtern --> Der Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung wird durch verstärkte berufsbegleitende Sprachförderung, individuelle Begleitung und aufsuchende Beratung gezielt erleichtert – insbesondere für schwer erreichbare Zielgruppen.
HF 3.2 Potenziale entfalten --> Junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte werden durch Talentförderung, intensive Begleitung und passgenaue Übergangsangebote gezielt für Ausbildung und berufliche Entwicklung motiviert und nachhaltig stabilisiert.
HF3.3 Fachkräfte gewinnen - strategische Kooperationen ausbauen --> Um dem Fachkräftebedarf wirksam zu begegnen, stärkt die Stadt Oberhausen den Austausch zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft durch datenbasierte Analysen, gemeinsame Strategien und öffentlich-private Kooperationen.
HF 3.4 Selbständigkeit unterstützen - migrantische Ökonomie weiterentwickeln --> Die Kommune fördert gezielt die Selbstständigkeit von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und entwickelt migrantische Ökonomie als festen Bestandteil der lokalen Fachkräftestrategie weiter.
HF 3.5 Berufliche Beteiligung von Frauen stärken --> Die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Einwanderungsgeschichte wird durch kultursensible, familienfreundliche und niedrigschwellige Angebote gezielt erhöht.
HF 3.6. Anerkennungsverfahren begleiten – qualifikationsgerechten Einstieg ermöglichen --> Zugewanderte werden im Anerkennungsverfahren durch gezielte Beratung und koordinierte Unterstützungsstrukturen begleitet, um den Zugang zum qualifikationsgerechten Arbeitsmarkt zu beschleunigen.
HF 3.7 Vielfalt gestalten --> Institutionen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen in Oberhausen stärken ihre interkulturelle Öffnung und bauen systematisch Diversity-Kompetenz aus, um diskriminierungsfreie Strukturen und chancengerechte Zugänge zu fördern.
HF 3.8 Strukturen stärken, Transparenz schaffen --> Zuständigkeiten, Übergänge und Angebote zur beruflichen Integration von Geflüchteten und (Neu)Zugewanderten werden in Oberhausen systematisch aufeinander abgestimmt. Eine verbindliche Koordination relevanter Akteur*innen stellt transparente Wege in Arbeit und Qualifizierung sicher.
HF 3.9. Teilhabe durch Arbeit stärken - Integration ganzheitlich gestalten --> Arbeitsmarktintegration bildet den Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Eingewanderte erhalten kultursensible, ganzheitliche Beratung und lebensnahe Unterstützung, um ihren Weg in Arbeit und Alltag individuell zu gestalten.
HF 4.1 Beteiligung --> Menschen mit Einwanderungsgeschichte werden aktiv an der Gestaltung gesundheitsbezogener Angebote beteiligt – insbesondere in Planung, Beratung und Evaluation.
HF 4.2 Datengrundlage --> Die Datengrundlage zur gesundheitlichen Lage von Menschen mit Einwanderungsgeschichte wird ausgebaut und für die kommunale Steuerung systematisch genutzt.
HF 4.3 Sprachbarrieren abbauen --> Sprachbarrieren im Gesundheits- und Pflegesystem werden systematisch abgebaut – durch dauerhaft verfügbare Sprachmittlung, mehrsprachige Informationsangebote sowie den Einsatz digitaler Unterstützungstools.
HF 4.4 Interkulturelle Öffnung der Versorgung durch gezielte Fachkräftequalifizierung --> Fachkräfte in Gesundheits- und Pflegeberufen erwerben systematisch interkulturelle Kompetenz. Einrichtungen werden darin unterstützt, kultursensible Angebote bedarfsorientiert weiterzuentwickeln und dauerhaft im Versorgungsalltag zu verankern.
HF 4.5. Bedarfsgerechte Unterstützung --> Psychosoziale Unterstützungsangebote für traumatisierte Geflüchtete werden bedarfsgerecht ausgebaut, verlässlich finanziert und zielgruppenspezifisch bekannt gemacht, um die psychosoziale Versorgungslage nachhaltig zu verbessern.
HF 4.6 Gezielte Stärkung der Gesundheitskompetenz benachteiligter Gruppen --> Die Gesundheitskompetenz von Neuzugewanderten und vulnerablen Gruppen wird gezielt durch Informations- und Bildungsangebote gestärkt.
HF 4.7 Strukturierter Zugang zu pflegerelevanten Informationen für alle Zielgruppen --> Pflegebezogene Informationen werden verständlich, mehrsprachig und zielgruppengerecht aufbereitet und systematisch zur Verfügung gestellt.
HF 5.1 Sicherer und bezahlbarer Wohnraum --> Alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder sozialem Status – haben Zugang zu bezahlbarem und angemessenem Wohnraum. Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt wird aktiv entgegengewirkt. Die Kommune nutzt ihre wohnungspolitischen Handlungsspielräume, um auch in angespannten Märkten soziale Wohnangebote zu sichern und auszubauen.
HF 5.2 Gestaltung des unmittelbaren Wohnumfelds --> Wohnquartiere bieten ein sicheres, inklusives und lebensnahes Umfeld mit ausreichend Begegnungsräumen, wohnortnaher Infrastruktur und lebendiger Nachbarschaft. Besonders benachteiligte Gruppen werden durch barrierefreie, mehrsprachige und partizipative Formate systematisch in die Gestaltung des Wohnumfelds eingebunden.
HF 5.3 Diskriminierungssensibilität und interkulturelles Zusammenleben --> Diskriminierung – insbesondere auf dem Wohnungsmarkt wird systematisch abgebaut. rassismuskritische Bildungsangebote, interkulturelle Sensibilisierung und transparente Beteiligungsstrukturen stärken das respektvolle Miteinander in der Stadt. Migrantenorganisationen werden aktiv einbezogen und durch passgenaue Formate erreicht und beteiligt.
HF 5.4 Sicherstellung der Mobilität --> Mobilität wird als Voraussetzung für soziale, wirtschaftliche und kulturelle Teilhabe gestaltet. Alle Quartiere – insbesondere strukturschwache – werden besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Erreichbarkeit von Bildungs-, Arbeits- und Beratungseinrichtungen.
HF 5.5 Soziale und ethnische Segregation --> Ziel ist es, sozial durchmischte Quartiere zu fördern und ethnischer Segregation frühzeitig entgegenzuwirken. Bestehende Ungleichheiten sollen abgebaut und Integration in private Wohnverhältnisse gestärkt werden. Das nachbarschaftliche Miteinander in Quartieren mit hoher Diversität wird gezielt unterstützt.
HF 5.6 Attraktivität der Stadt --> Die Wahrnehmbarkeit Oberhausens als lebenswerte, offene und vielfältige Stadt wird gezielt gestärkt. Sichtbarkeit von migrantischem Engagement, kultursensible Stadtgestaltung und gezielte Kommunikation fördern Zugehörigkeit, Identifikation und das positive Image Oberhausens – nach innen wie nach außen.
HF 5.7 Umweltgerechtigkeit --> Der Zugang zu öffentlichen Grünflächen und ökologischer Infrastruktur wird in allen Stadtteilen gezielt verbessert. Umweltbildungsangebote und Beteiligung an nachhaltigen Projekten werden mehrsprachig, niedrigschwellig und kultursensibel gestaltet. Maßnahmen zur Umweltgerechtigkeit – etwa Begrünung, Klimaanpassung und Hitzeschutz – stärken Teilhabe, Gesundheit und das Zusammenleben in vielfältigen Quartieren.
HF 6.1 Zugang und Transparenz verbessern --> Menschen mit Einwanderungsgeschichte finden leicht verständliche, mehrsprachige und digitale Informationen zu ihren Rechten, Pflichten und verfügbaren Unterstützungsangeboten. Sie erhalten frühzeitig Zugang zu Orientierung und Beratung – persönlich, digital und vor Ort.
HF 6.2 Beratung koordinieren und qualifizieren --> Die Beratungslandschaft in Oberhausen ist gut vernetzt, abgestimmt und arbeitet auf Grundlage gemeinsamer Standards. Beratende Fachkräfte verfügen über interkulturelle Kompetenzen und nutzen kultursensible, ressourcenorientierte Methoden. Die Beratung stärkt Eigenverantwortung und Teilhabe.
HF 6.3 Verwaltung interkulturell weiterentwickeln --> Die Stadtverwaltung gestaltet die Prozesse transparent, digital, barrierearm und kultursensibel. Mitarbeitende werden zu Diversity, Antidiskriminierung und interkultureller Kommunikation geschult. Der Anteil von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte - insbesonderein Schlüsselpositionen - steigt.
HF 6.4 Beteiligung und Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen stärken --> Migrantenorganisationen sind sichtbare, anerkannte Partner in der kommunalen Integrationsarbeit. Sie werden strukturell unterstützt, systematisch beteiligt und in Entscheidungsprozesse eingebunden.
HF 6.5 Beratungsstrukturen gemeinsam stärken --> Gemeinsam mit den Trägern Beratung und Unterstützung von ratsuchenden bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Digitalisierung kann dabei gezielt genutzt werden, um Prozesse zu optimieren und Schnittstellen zu verbessern.