Kategorie
Vorschläge/Wünsche zur Eindämmung von Überflutungen
Status
Neu
Retentionsflächen an Eifgenbach, Dhünn und Scherfbach schaffen
Während des Hochwassers von 2021 waren das Zentrum von Odenthal und die Siedlungen entlang der Dhünn stark betroffen. Hier kam es sowohl zur Überflutung durch das Dhünnwasser als auch in der Auenlage durch den stark angestiegenen Grundwasserspiegel. Deshalb ist es wichtig Hochwasserspitzen vor dem Zentrum abzufangen. Dies geschieht am besten, indem das Wasser auf Ausweichflächen zurückgehalten wird. Als Retentionsmöglichkeit bietet sich z.B. die Intaktsetzung des alten Dhünnwehrs nordöstlich von Altenberg an. Im Notfall könnte hier aufgestaut werden. Ferner kann entlang der Dhünn an der neuen Brücke zwischen Altenberg und Menrath ein Wehr entstehen, das anflutendes Wasser auf die Wiesen so staut, dass Rösberg nicht hiervon betroffen wird und trotzdem große Wassermassen zurückgehalten werden könnten. Ebenso müssen Flächen entlang des Scherfbachs gefunden werden, die landwirtschaftlich genutzt werden, aber bei Bedarf geflutet werden können.
Auf keinen Fall darf es entlang der Dhünn einen Schutzwall geben, da dadurch bei Hochwasser der Grundwasserspiegel vermehrt ansteigen würde und die Häuser der angrenzenden Siedlung deutlich stärker vom im Auengebiet erhöhten Grundwasser betroffen sein würden. In Auengebieten sind der Grundwasserspiegel und Flusswasserspiegel gekoppelt.
Die jetzige Ponywiese hat während des Starkregenereignisses sehr viel Wasser von dem darüber liegenden Steilhang aufgenommen. Durch die geplante Bebauung wird diese Fläche, die jetzt eine Senke darstellt, angehoben und zu etwa 80% versiegelt. Hier muss z.B. eine Ableitung in ein Gebiet, das flussabwärts der Siedlung liegt, geschaffen werden. Begrünte Dächer können bei Dauerregen kein zusätzliches Wasser mehr aufnehmen und sind in einer Situation wie im Jahr 2021, in der es tagelang geregnet hat, keine Entlastung. Eventuell müsste die gesamte massive Bebauung überdacht werden.