Veranstaltung Regionale Bildungsnetzwerke Bildung

V04 Präventive Förderung mathematischer Kompetenzen

  • Status Aktiv
  • Termin 30.09.2026 09:00 Uhr
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Stadt Hamm Inklusion

Wie gelingt es, Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam an mathematischen Themen arbeiten zu lassen und sie zugleich individuell zu fördern? Die Fortbildungsveranstaltung vermittelt praxisnahe Einblicke in die Gestaltung eines inklusiven Mathematikunterrichts. An konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie Lernstände diagnostisch erfasst und daraus passgenaue Fördermaßnahmen entwickelt werden können. Freuen Sie sich auf anregende Impulse und Ideen, die sich unmittelbar im eigenen Unterricht aufgreifen lassen.

Vortrag:

Differenzierung im inklusiven Mathematikunterricht: Gemeinsam Lernen – individuell fördern

(Prof. Dr. Susanne Schnepel)

Im Vortrag wird gezeigt, wie Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen an gemeinsamen mathematischen Themen arbeiten und dabei individuell gefördert werden können. Anhand konkreter Beispiele wird verdeutlicht, wie Aufgaben aus dem Schulbuch mit der Förderung mathematischer Basiskompetenzen verknüpft werden können und welche Rolle Arbeitsmittel dabei spielen.

Workshops:

Diagnose und Förderung bei Rechenschwäche

(Ann Kathrin Dahlhues/ Prof. Dr. Susanne Schnepel)

Der Workshop zeigt zunächst auf, welche Merkmale auf eine Rechenschwäche hinweisen können. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Diagnose und Förderung: Die Teilnehmenden analysieren Tests aus der BASIS-MATH-Reihe und werten diese exemplarisch aus. Darauf aufbauend werden mögliche Fördermaßnahmen erkundet und gemeinsam überlegt, wie sie in den Unterricht eingebunden werden können.

Diagnosebasierte Förderung am Beispiel des Operationsverständnisses der Multiplikation

(Janina Lenhart/ Zita Pahlsmeier)

Eine diagnosebasierte Förderung zielt darauf ab, Fördermaßnahmen unmittelbar an den individuellen Denk- und Vorgehensweisen der Lernenden auszurichten. Für einen langfristigen und tragfähigen Kompetenzaufbau im arithmetischen Anfangsunterricht ist es daher zentral, Kompetenzen und Schwierigkeiten prozessorientiert zu erfassen und zu deuten.

Im Workshop wird dieser Zugang exemplarisch am Operationsverständnis der Multiplikation konkretisiert. Anhand ausgewählter Lernendenprodukte werden Möglichkeiten der Diagnose in den Blick genommen und darauf aufbauend wirksame Fördermaßnahmen angedacht. Unterstützend werden die aufeinander abgestimmten FÖDIMA-Materialien herangezogen, um Lernstände präzise zu erfassen und daraus passgenaue Förderimpulse abzuleiten.

Diagnose und Förderung mathematischer Vorläuferfähigkeiten

(Luba Wagner/ Katharina Mikolajczak)

Der Workshop vermittelt, wie mathematische Vorläuferfähigkeiten diagnostiziert und gezielt gefördert werden können, um bestmögliche Voraussetzungen für das weitere Lernen im Mathematikunterricht zu schaffen und Rechenschwierigkeiten vorzubeugen. Neben kurzen theoretischen Impulsen lernen die Teilnehmenden diagnostische Zugänge kennen und erhalten konkrete Förderideen.

Im Praxisteil werden erprobte Spiele und Kinderbücher vorgestellt, die sich leicht im Unterricht einsetzen lassen. Zudem wird gezeigt, wie die „Kartei Mathematik am Schulanfang“ sinnvoll zur Diagnose und individuellen Förderung genutzt werden kann.

Entwicklung der Basiskompetenz ‚Zahlverständnis‘

(Birgit Heß)

Zahlen verstehen durch Sortieren, Vergleichen, Verändern

Im Workshop werden Aufgabenformate in den Blick genommen, die den Aufbau eines tragfähigen Zahlverständnisses im Zahlenraum bis 20 unterstützen. Ziel ist es, Zahlen, ihre Strukturen und Beziehungen zu verstehen und diese Vorstellungen für den Aufbau weiterführender Kompetenzen im Zahlenraum bis 100 zu nutzen. Dazu werden Sortieraktivitäten vorgestellt, erprobt und diskutiert, in denen Lernende zum Ordnen, Vergleichen und Verändern von Zahlen angeregt werden können. Das Material wird durch Einblicke aus der Praxis veranschaulicht und ist für den direkten Einsatz in inklusiven Lernsettings geeignet.

Mit Zahlen spielen – Potenziale sichtbar machen und fördern am Übergang in die Sekundarstufe

(Nele Spillner, Ole Tenboll, Silvia Wördemann)

Um mathematische Potenziale im Mathematikunterricht zu fördern, braucht es Lerngelegenheiten, in denen Kinder mathematisch aktiv werden können. Gerade am Übergang in die Sekundarstufe bieten spielerische Zugänge zu Zahlen, Mustern und Strukturen besondere Möglichkeiten, mathematische Denkweisen sichtbar zu machen: Kinder probieren aus, variieren, begründen, entdecken Zusammenhänge und entwickeln eigene Strategien. Dabei steht nicht das Spiel als bloße Motivation im Vordergrund, sondern das Spielen mit der Mathematik selbst: das Operieren mit Zahlen, das Untersuchen von Mustern, das Erproben von Vermutungen und das Begründen mathematischer Einsichten.

Im Workshop werden praxisorientierte Aufgabenbeispiele vorgestellt und erprobt, die sich für die Potenzialförderung im Mathematikunterricht am Übergang zur Sekundarstufe eignen. Gemeinsam wird herausgearbeitet, welche mathematischen Aktivitäten in den Aufgaben angelegt sind, woran Potenziale sichtbar werden können und wie Lehrpersonen diese im Unterricht aufgreifen und fördern können.

Brüche verstehen – bereits ein Thema in der Grundschule?

(Stephan Tomaszewski)

Der Umgang mit Brüchen gilt als schwieriges und herausforderndes Gebiet, das viele Lernende in der frühen Sekundarstufe vor Hürden stellt. Im Zuge der Bruchrechnung passiert es „[…] nicht selten, dass bei Lernenden erstmalig das mathematische Verständnis weitgehend auf der Strecke bleibt“ (Padberg & Wartha, 2017). Ein tragfähiges Verständnis zum Umgang mit Brüchen ist für den weiteren Lernerfolg im Fach Mathematik jedoch unumgänglich. Aus diesem Grund ist die Zahlbereichserweiterung auf Brüche (und Dezimalbrüche) ein sensibles Thema im Übergang der Grundschule zur Sekundarstufe.

In diesem Workshop wird aufgezeigt, inwiefern Brüche bereits in der Grundschule eine Rolle spielen, welche Vorstellungen zu Brüchen besonders zentral sind, und wie diese Vorstellungen bereits in der Primarstufe grundgelegt werden können.

Neben einem theoretischen Input frischen die Teilnehmenden ihr eigenes Wissen im Umgang mit Brüchen auf und erkunden grundschulnahe Aufgabenaktivitäten, wie z.B. Bruchfaltungen.

Übersicht

Veranstaltungstermin
Mittwoch 30.09.2026 09:00 - 15:00 Uhr
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Veranstaltungsort
Gerd-Bucerius-Saal
Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm
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Anmeldung erforderlich
Anmeldezeitraum
01.07.2026 - 25.09.2026 00:00 Uhr

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Die Teilnahme an der Veranstaltung kann im Zeitraum vom 01.07.2026 bis zum 25.09.2026 online gebucht werden.

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