Veranstaltung Rhein-Erft-Kreis Integration und Inklusion

Extremismus - sehen und Handeln. Teil 3: Der Reiz der Radikalisierung – was verfängt bei feindseligen Ideologien?

  • Status Ankündigung
  • Termin 01.10.2026 19:00 Uhr
  • Buchungsstatus 70 freie Plätze
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Extremismus & Prävention: Beziehung oder Ausgrenzung? – Radikalisierung trifft menschliche Grundbedürfnisse, nicht nur Ideologien.

Was veranlasst Menschen, sich radikalen und feindseligen Ideologien zuzuwenden? Warum üben vereinfachte Weltbilder, klare Feindbilder und vermeintlich unerschütterliche Gewissheiten eine so starke Anziehungskraft aus – selbst in offenen, demokratischen Gesellschaften?

Diese fundamentalen Fragen stehen im Zentrum des Vortrags unserer Referentin Dr. Nahlah Saimeh unter dem Titel: „Der Reiz der Radikalisierung – Was verfängt bei feindseligen Ideologien?“

Radikalisierung beginnt selten mit einer sofortigen Hinwendung zu extremen Positionen. Vielmehr sind es oft persönliche Krisen, das Gefühl von sozialer Ausgrenzung oder der tief verwurzelte Wunsch nach Zugehörigkeit, die Menschen empfänglich für radikale Strömungen machen. Doch was führt dazu, dass berechtigter Zweifel in gefährliche Überzeugung kippt? Welche psychologischen Mechanismen werden gezielt aktiviert, und warum erscheinen radikale Ideologien plötzlich als plausibel oder sogar verlockend?

Der Vortrag fordert dazu auf, genauer hinzusehen und zu reflektieren:

  • Welche psychologischen Dynamiken spielen bei der Entstehung von Angst, Kränkung und Identitätskrisen eine Rolle?
  • Warum wirken einfache Antworten in komplexen Zeiten besonders verführerisch?
  • Wie entstehen „Wir gegen die“-Denkmuster, und wie können diese überwunden werden?
  • Was unterscheidet tiefgründiges, kritisches Denken von der Verengung auf ideologische Dogmen?

Die Vortragende Nahlah Saimeh versteht es in besonderer Weise, ihre fachliche Expertise mit einer fundierten gesellschaftspolitischen Einordnung zu verbinden und eröffnet damit differenzierte Zugänge zu einem Themenfeld von herausragender Relevanz.

Die ehemalige Chefärztin für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremen-Ost ist heute als Buchautorin und forensische Sachverständige in Düsseldorf tätig. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den forensisch-psychiatrischen Implikationen extremistisch motivierter Gewaltdelinquenz. In der Verbindung von klinischer Erfahrung, gutachterlicher Praxis und wissenschaftlicher Reflexion zählt sie zu den renommiertesten Stimmen ihres Fachgebiets im deutschsprachigen Raum.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die hinter die Oberfläche blicken, Zusammenhänge besser verstehen und sich differenziert mit komplexen Fragestellungen auseinandersetzen möchten. Sie ist eine Einladung an Menschen, denen die Stärkung von Demokratie, sozialer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt am Herzen liegt.

Wir laden Sie herzlich ein, mitzudenken, nachzufragen und in den Dialog zu treten – und gemeinsam neue Perspektiven auf ein Thema zu entwickeln, das uns alle betrifft.

Übersicht

Veranstaltungstermin
Donnerstag 01.10.2026 19:00 - 21:00 Uhr
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Programm
Veranstaltungsflyer (Download *.pdf 512 KB)
Veranstaltungsort
MOSAIK - Haus der Vielfalt
Maastrichter Straße 7a, 50171 Kerpen
Anmeldung
Anmeldung erforderlich
Anmeldezeitraum
01.07.2026 08:00 Uhr - 30.09.2026 17:00 Uhr

Anmeldung

Die Teilnahme an der Veranstaltung kann im Zeitraum vom 01.07.2026 bis zum 30.09.2026 online gebucht werden.

Kontakt

Youssef Fargane
02271 8310238 | Youssef.fargane@rhein-erft-kreis.de
Amt für Integration und Flüchtlingsangelegenheiten - kommunales Integrationszentrum - Rhein-Erft-Kreis.

Murat Gök
0177 89286025 | give.ev.kerpen@gmail.de
Gesellschaft für Interkulturelle Verständigung e.V. Kerpen

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