Dialog Stadt Voerde (Niederrhein) Verkehr und Mobilität

Ergebnisse der Haushaltsbefragung und der Online-Beteiligung (Befragung und kartenbasiertes Meldeverfahren) liegen vor

  • Status Aktiv
  • Zeitraum 16.12.2025 bis 30.06.2026
Bild vergrößern
Modal Split (Anteil der Verkehrsmittel am Wegeaufkommen | Datenbasis: HH-Befragung 2025)

Ergebnisse der Haushaltsbefragung und der Online-Beteiligung liegen vor

Die Arbeiten zum Mobilitätskonzept sind einen großen Schritt weiter: Sowohl die Haushaltsbefragung als auch die Online-Beteiligung konnten mit einer zufriedenstellenden Beteiligungsquote abgeschlossen werden. Dafür bedanken wir uns bei Ihnen ganz herzlich und möchten Sie nun über die wichtigsten Ergebnisse informieren.

Kennziffern der Mobilität in Voerde

An der im März 2025 durchgeführten Haushaltsbefragung nahmen 884 Bürgerinnen und Bürger teil, wodurch ermöglicht wurde, ein repräsentatives Mobilitätsbild der Voerder Bürgerschaft zu erstellen. Hier nun einige daraus hervorgegangene Kennziffern:

  • 88 % der Bevölkerung war am Stichtag der Erhebung außer Haus unterwegs.
  • Die Bürgerinnen und Bürger sind durchschnittlich 66 min pro Tag unterwegs.
  • Dabei werden durchschnittlich 1,9 Aktivitäten pro Einwohner durchgeführt.
  • Die Voerderinnen und Voerder legen 3,2 Wege pro Tag zurück; sie benötigen also nicht pro Aktivität einen Hin- und einen Rückweg, sondern es werden auch Aktivitäten miteinander gekoppelt und dadurch sog. Wegeketten gebildet
  • Je ein Drittel der Wege entfallen auf
    • Arbeit, Dienstlich, Ausbildung
    • Einkauf, private Erledigung, Begleitung
    • Freizeit
Mit welchen Verkehrsmitteln sind die Bürgerinnen und Bürger unterwegs?

Auch die Schlüsselfrage der Verkehrsmittelwahl, der sogenannte Modal Split, kann durch die Erhebungsergebnisse beantwortet werden:

Mehr als die Hälfte aller Wege (53 %) werden mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV), also dem privaten Pkw, zurückgelegt; davon 41 % als Fahrer und 12 % als Mitfahrer. Insbesondere der Berufsverkehr ist durch den Pkw-Verkehr geprägt. Mit dem sogenannten Umweltverbund, also mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV, 7 %), mit dem Fahrrad (11 %) oder zu Fuß (29 %), werden die übrigen 47 % Wegeanteil zurückgelegt.

Mit nur 7 % ist der aktuelle ÖPNV-Wegeanteil als gering einzustufen. Er liegt unter dem Bundesdurchschnitt (11 %), unter dem Durchschnitt in anderen Mittelstädten (9 %) und deutlich unter dem im Kreis Wesel zu verzeichnenden ÖPNV-Anteil (14 %) (Vergleichswerte: Mobilität in Deutschland, MiD 2023). Wie in vielen vergleichbaren Städten ist der öffentliche Personennahverkehr geprägt durch den Ausbildungsverkehr.

Der Blick auf den Radverkehr zeigt einen Wegeanteil von 11 %, womit Voerde zwar im bundesweiten Durchschnitt liegt, aber vor dem Hintergrund der topographischen Lagegunst ist hier noch „Luft nach oben“.

Mit durchschnittlich 29 % Wegeanteil fällt Voerde im Vergleich zum Kreis Wesel (24%),  zu anderen Mittelstädten (25 %) und zum Bundesdurchschnitt (26 %) durch einen hohen Fußgängeranteil auf (Vergleichswerte: Mobilität in Deutschland, MiD 2023). Zum Einkauf, zu Freizeitaktivitäten und als Begleitung anderer werden sogar rund 40 % der Wege zu Fuß zurückgelegt. Dies spricht dafür, dass Voerde in weiten Teilen als „Stadt der kurzen Wege“ bezeichnet werden kann – ein Umstand, den andere Städte noch versuchen umzusetzen.

Online-Beteiligung

Zusätzlich zur Haushaltsbefragung wurde über die Online-Plattform Beteiligung NRW eine weitere Befragung durchgeführt, die auf die persönliche Meinung zur verkehrlichen Situation, die Bewertung mobilitätsrelevanter Inhalte und die Potenziale zukünftiger Mobilität abzielte. Die 86 Teilnehmenden brachten zwar eine generelle Zufriedenheit mit der Mobilität in ihrer Heimatstadt zum Ausdruck, sahen aber trotzdem Verbesserungspotenzial – zum Beispiel beim baulichen Zustand der Geh- und Radwege und insbesondere auch beim Fahrtenangebot im Busverkehr. Zudem wünschen sich die Teilnehmenden eine Verbesserung der Verkehrssituation in sensiblen Bereichen und eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität in zentralen Lagen. Die Pkw-Nutzenden wünschen sich eine dichtere Ladesäuleninfrastruktur.

Auf der Online-Plattform Beteiligung NRW wurde weiterhin ein kartenbasiertes Meldeverfahren angeboten, das der Identifikation von Orten in Voerde diente, an denen es bezüglich der heutigen Verkehrssituation Gefahrenstellen bzw. Konflikte oder Ideen für Verbesserungen gibt. Auch hier war eine rege Beteiligung zu verzeichnen: Insgesamt 306 inhaltliche Einträge wurden seitens der Teilnehmenden hinterlegt, die – mitsamt der Bewertung jener Einträge durch andere Teilnehmende – ausgewertet wurden und im weiteren Projektverlauf bei die Formulierung der Maßnahmenvorschläge berücksichtigt werden. Die Einträge der kartenbasierten Befragung adressierten insbesondere Maßnahmen zur zielgruppengerechten Ausgestaltung der Mobilität, die Steigerung Barrierefreiheit, die Ertüchtigung von Radverkehrsanlagen, das Fahrtenangebot und die Haltestellenausstattung im ÖPNV sowie nicht zuletzt auch Sharing-Angebote.

Wir danken allen Teilnehmenden für ihre Unterstützung!

Wie geht es weiter?

Am 26. März (vor den Osterferien) wird es eine weitere Beteiligungsmöglichkeit für Sie geben: Dann möchten wir mit Ihnen ab 17 Uhr in einem Bürgerforum über das Maßnahmenkonzept für die Stadt Voerde ins Gespräch kommen und Ihre Meinung dazu hören. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt

Herr Wilhelm

Stadt Voerde (Niederrhein)
Fachbereich 6 - Stadtentwicklung und Baurecht
Fachdienst 6.1 - Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz 

Rathausplatz 20
46562 Voerde

Telefon: 02855 80-451
E-Mail: nicholas.wilhelm@voerde.de

Informationen

Übersicht
Zum Seitenanfang