Kategorie
Standardmeldung
Status
Neu
Geplante Entwicklung einbeziehen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Sinne von nachhaltiger Stadtentwicklung, die finanzielle Ressourcen durch vorausschauendes Planen schont und damit einhergehendem Bürgerschutz müssen aus meiner Sicht auch bereits geplante Baumaßnahmen mit in die Lärmkatierung einbezogen werden.
Die vorliegenden Karten weisen die B64 sowie die Lange Str./ Bahnhofstraße in Rietberg als besonders problematisch aus.
Konkret ist die Verlängerung der Straße „Rottwiese“ durch die Stadt Rietberg geplant. Dafür sind meines Wissens nach Haushaltsmittel avisiert. Auch das Land NRW räumt der Verlängerung dieser Straße höchste Priorität ein (Zeitungen berichteten).
In einem ersten Schritt soll diese bis in den Ortsteil Neuenkirchen (Konrad-Adenauer-Str.) reichen. Auch ein zweiter Schritt wurde in der Politik bereits als klares Ziel diskutiert, der die Straße dann mit dem Ortsteil Varensell verbinden soll, sodass ein komplette Umfahrung der Langen Str. und Bahnhofstraße, bzw. des Ortskerns von Neuenkirchen möglich wird.
Dies bedeutet natürlich eine enorme Belastung im Alltag, aber auch in der Spitze, da der Bereich zwischen den Autobahnabfahrten „A2-Gütersloh“ und „A2 Wiedenbrück“ unfallbelastet ist und durch die ausgebaute Rottwiese eine schnelle Landstraßenverbindung zwischen den Auffahrten geschaffen wird, die speziell für den Pendler- und Kraftverkehr interessant ist.
Das bedeutet im Klartext, dass in naher Zukunft die beiden bereits jetzt als problematisch eingestuften Straßen verbunden werden, mit dem klaren Ziel eine Ortsumgehung zu schaffen, die sowohl im Alltag, als auch in Spitzen enorm durch PKW und LKW frequentiert werden wird.
Zusätzlich errichtet die Großhandelsfirma Karl-Brand-Sanitärbedarf seinen neuen Hauptstandort eine B64-Kreuzung von der Rottwiese entfernt. Dadurch wird täglich zusätzlicher Verkehr durch LKW auf dieser Straße stattfinden.
Desweiteren läuft aktuell ein Bebauungsplanverfahren, in dem die Stadt Rietberg Gewerbe an der Rottwiese ansiedeln will. Ganz konkret hat die Stadt Rietberg sogar vor, dort auf einem ca. 45.000 m2 großen Grundstück einen Recyclinghof anzusiedeln, der durch die Hoch- und Tiefbautätigkeiten des Unternehmens zusätzlich zu privatem Verkehr auch enormen LKW- und Gwerbeverkehr auf die Rottwiese bringen wird. Diese 45.000m2 sind nur ca. 40-45 % des geplanten Gewerbegebiets!
Fazit: Aktuell sind feste Planung seitens der Stadtverwaltung und des Landes NRW beschlossen oder konkret in Planung, die gleich drei enorme Lärmquellen mit enormen Auswirkungen auf die Menschen und die umliegende Natur (Kindergärten, Wohnsiedlungen, Ems, Naturschutzgebiet, etc.)
auf die Rottwiese verlagern werden.
Das ist nicht zumutbar und muss zwingend bei allen Lärmkatierungen und aktuellen sowie zukünftigen Bauleitverfahren mit berücksichtigt werden, weil diese Lärmquellen zu bereits vorhandenen Lärmquellen aufsummiert werden müssen!
Als Bürger verlange ich, dass diese Gegebenheiten im Vorfeld ehrlich eingerechnet werden, damit mein Recht auf Unversehrtheit wahrgenommen wird.