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Standardmeldung
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Neu
Vorschlag zur Lärmbeseitigung an der L158 in Pech
Wir wohnen in Pech direkt an der L158.
Gemäß dem Straßensteckbrief 11 im Entwurf des Lärmaktionsplans befahren täglich knapp 15.000 Fahrzeuge diese Straße und fahren somit direkt an unserem Grundstück vorbei. Auf diesem Streckenabschnitt befindet sich bereits eine Radarkontrolle, damit die Fahrzeuge, aus Meckenheim kommend, eher bemüht sind die dort geltenden 60 km/h einzuhalten. Fahrzeuge die schneller fahren wollen, beschleunigen jedoch nach der Radarkontrolle wieder. Dadurch entsteht nur noch mehr Lärm, als wenn nicht auf 60 km/h abgebremst werden würde. Somit wäre eine weitere Radarkontrolle nur verschwendetes Geld. Eine Verringerung der Geschwindigkeitsbegrenzung ergibt, laut dem Straßensteckbrief 11, lediglich eine Dezibelminderung um 1-2 und ist somit auch nicht Zielführend. Zumal die Fahrzeuge in diesem Fall noch mehr und länger Lärm verursachen würden, weil diese länger für die befahrene Strecke bräuchten. Des Weiteren gibt es bereits sehr viele Leute, die dort per se schon mit 50km/h diese Radarkontrolle passieren. Sie sind sich unsicher und fahren daher lieber deutlich unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.
Lärmoptimierter Asphalt wäre natürlich zu begrüßen, ist allerdings auch mit deutlich mehr Geld sowie Zeit verbunden. Zudem sind die Nerven aller Beteiligten sehr stark strapaziert, da zusätzlich zu dem Fahrlärm auch die Baustelle laute Geräusche von sich gibt. Des Weiteren steht der Durchgangsverkehr im Stau, sodass dort eine weitere Lärmquelle sowie Umweltbelastung durch stehende Fahrzeuge entsteht.
Meinem Erachten nach gibt es lediglich zwei Varianten, um dem Lärm Herr zu werden: den Straßenrand mit großen, winterharten und schallschluckenden Bäumen zu bepflanzen (bspw. Thuja o.Ä.). Dies hätte den Vorteil, dass die Bäume eine lange Allee bzw. ganzjährig einen grünen Korridor bilden würden und somit den Schall neutralisieren könnten. Die Baumaßnahmen, und somit auch die Stauzeiten, wären relativ gering gehalten, da lediglich ein größeres Loch mit einem Bagger gegraben werden muss und folgend ein herangewachsener Baum eingesetzt wird. Hinzu kommt, dass der ökologische Fußabdruck der Gemeinde verbessert wird. Dies ist die schönere Variante als eine Lärmschutzwand.
Die zweite Möglichkeit wäre eine Radar-Streckenmessung (Section Control). Dazu würden an der Ampel in Pech sowie am Ortsausgang Richtung Meckenheim jeweils Messgeräte aufgestellt werden, welche die Fahrtzeit eines Fahrzeugs messen, das diese Strecke zurücklegt. Sobald das Fahrzeug die zweite Messstelle passiert, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit anhand der Fahrtzeit errechnet. Wenn diese Formel ein höheres Ergebnis erzielt als ein festgelegter Wert definiert ist, wird ein Fahrzeug fotografiert. Wenn das Ergebnis geringer als der Wert ist, wird die Messung verworfen. Dies wäre vermutlich auch relativ schnell aufgebaut und würde Geld in die Gemeindekasse bringen. Allerdings mindert diese den Lärm nicht sonderlich, da die Fahrzeuge auch mit 60km/h Lärm verursachen und das Problem weiterhin besteht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gemeinde um eine Lösung nicht drum herumkommt. Daher ist die von mir präferierte Variante die Schallisolierung mittels winterharten Bäumen, weil diese vermutlich das beste Preis-/Leistungsverhältnis mit sich bringt.