Kategorie
Standardmeldung
Status
In Bearbeitung
Umgang mit Assistenzhundeteams
Mein Assistenzhund und ich waren bei ... [Angabe aus datenschutzrechtlichen Gründen entfernt] einkaufen. Der Sicherheitsdienst teilte mir mit, dass Assistenzhunde in der Filiale nicht erlaubt seien und sprach mir ein Hausverbot aus, obwohl ich auf das geltende Assistenzhundegesetz (AHundG) hingewiesen habe.
Da dieser Rauswurf eine Diskriminierung darstellt und ich auf mein Recht bestand, rief der Sicherheitsdienst die Stadtwache Bielefeld, um den Sachverhalt zu klären. Ich schilderte den Beamten die Situation, zeigte meinen Assistenzhunde- sowie Behindertenausweis vor und verwies erneut auf das Assistenzhundegesetz.
Einer der Beamten recherchierte kurz mit dem Smartphone, behauptete dann jedoch, dieses Gesetz existiere nicht. Diese Aussage ist falsch, denn das Assistenzhundegesetz gilt bundesweit seit Juli 2021. Ich bat den Beamten, nochmals nachzusehen, was er ablehnte.
Die Beamten erklärten mir, ich könne Anzeige erstatten, wenn ich mich diskriminiert fühle, meinten aber zugleich, das werde nichts bringen, da sie keine Diskriminierung erkennen könnten. Als ich erklärte, dass ich mir das überlegen wolle, setzten sie mich unter Druck, mich sofort zu entscheiden. Unter diesem Druck habe ich schließlich Anzeige erstattet.
Sowohl der Sicherheitsdienst als auch die Beamten der Stadtwache haben mir das Recht, meinen Assistenzhund mitzunehmen, abgesprochen und sogar behauptet, dass das Gesetz nicht existiere. Ich wurde grob und unfreundlich behandelt und mein Hund wurde ohne meine Erlaubnis angefasst.
Das Verfahren wurde später eingestellt. Auch der zuständige Richter sah keine Diskriminierung, obwohl ich deutlich gemacht hatte, dass das Assistenzhundegesetz verletzt wurde. Ich wollte gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen, hatte dafür jedoch nicht die nötigen Kapazitäten.
Dieses Erlebnis war sehr belastend und zeigt, dass es offenbar großen Informationsbedarf zum Assistenzhundegesetz gibt – sowohl im Sicherheitsdienst als auch bei der Stadtwache und in der Justiz. Ich wünsche mir, dass entsprechende Schulungen stattfinden, damit Menschen mit Assistenzhunden künftig respektvoll und gesetzeskonform behandelt werden.
geändert von
Stadt Bielefeld (Moderator)
am 4. November 2025
Rückmeldung
Zeitpunkt des Erstellens
4. November 2025
Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Meldung! Bitte beachten Sie, dass wir aus Gründen des Datenschutzes Angaben unkenntlich machen mussten. Wir leiten Ihre Anregung an die zuständige Stelle bei der Stadt Bielefeld weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Stadt Bielefeld