Kategorie
Standardmeldung
Status
Neu
Starke Lärmbelästigung an der Kreuzung Dorstener Str./Holsterhauser Str.
Sende meine Meldung ein drittes Mal, da ich meinen ersten zwei Post nicht finden kann.
Die Lärmbelastung in der Umgebung der Kreuzung hat verschiedene Ursachen, die sich teilweise überlagern und zusätzlich verstärken. Zum einen verursacht durch das allgemeine hohe Verkehrsaufkommen, zum anderen durch das individuelle Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer. Durch den Neubau einer Rechtsabbiegespur für den Verkehr, der aus Richtung Bochum kommend an der Kreuzung nach Herne oder auf die A31 abbiegen will, rückt der stehende, wartende Verkehr weiter Richtung Wohnbebauung. Das führt dazu, das anstatt wie bisher in drei, nun in vier Reihen nebeneinander stehende, mit laufendem Motor, auf Grün wartende Autofahrer Lärm verursachen. Lärm reduzierende Maßnahmen wurden im Zuge der Umgestaltung nicht getroffen. Lärmverstärkende individuelle Gründe sind zum Einen das starke Beschleunigen und Abbremsen von manchen Autofahrern an der Kreuzung. Sei es um noch schnell über Grün zu kommen, was oft aber nicht gelingt und dann hörbar Abgebremst werden muss (Lkws verursachen dadurch eine hohe Lärmbelastung), oder aber man hat nach überfahren der Kreuzung (Richtung Bo) "endlich" die Möglichkeit für ca. 1km bis zur nächsten Ampelkreuzung mal richtig Gas zu geben. Einigen MotorradfahrerInnen und Besitzern von getunten Autos scheint das sehr wichtig zu sein. Für uns Anwohnern ist das aber eine sehr starke Belastung. Eine weiter individuelle Lärmquelle ist das teils extrem laute Musik hören. Wartende Autofahrer beschallen so oft den kompletten Kreuzungsbereich, was bei hohem Verkehrsaufkommen schon mal mehr als eine Ampelphase dauern kann. Bei schönem Wetter und Aufenthalt im Freien zehrt dies ganz schön an den Nerven. Zum Abend hin und in der Nacht werden dann die beiden gut ausgebauten Straßen gerne als Rennstrecke genutzt, mit den bekannten Nachteilen für die Anwohner.
Folgende Lösungsmöglichkeiten möchte ich vorschlagen. Gegen den Lärm, der allein schon durch die Masse an Kraftfahrzeugen entsteht schlage ich vor, die bestehende Lärmschutzwand an der Dorstener Str. (von Bo kommend) Richtung Kreuzung weiter zu führen und diese, der neuen Rechtsabbiegerspur folgend, am Wendehammer der "alten" Dorstener Str. enden zu lassen. Vielleicht macht es aus Kostengründen Sinn eine "gebrauchte" Lärmschutzwand zu nehmen. Ich glaube den Anwohnern wäre Nutzen wichtiger als Design. Einen begrünten Lärmschutzwall könnte ich mir auch vorstellen. Die Verlängerung der Wand um die Kreuzung herum hätte außerdem den Vorteil, das für die Grünfläche an der "alten" Dorstener Str. auf einmal ganz neue Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten für die Anwohner entstehen könnten.
Was den Lkw-Verkehr angeht, so glaube ich, das dieser die beiden Straßen gerne als Abkürzung zwischen den Autobahnen A40, A43 und A42 befährt. Daher meine Frage, ob es für die beiden Straßen eine Mautpflichtigen für Lkws gibt und wenn nicht, ob sie eingeführt werden kann. Und ob ein Nachtfahrverbot für Lkws möglich ist. Bei geöffnetem Fenster ist Nachts nämlich kein Schlaf möglich.
Gegen den individuellen Lärm könnte ich mir folgende Maßnahmen vorstellen. 1. Eine Temporeduzierung von 50 auf 30km ca. 200m vor dem Kreuzungsbereich, oder eine dauerhaft installierte Blitzeranlage für alle Richtungen (würde vielleicht auch die nächtlichen Raser abschrecken?). Hintergrund ist, das der Verkehr langsam, gleichmäßig und somit geräuschärmer den Kreuzungsbereich befährt. 2. Auffällige Hinweisschilder die Autofahrer auf die von ihnen verursachte Lärmbelästigung hinweisen (z.B. "Euer Lärm macht unsere Kinder und uns krank! Bitte fahrt leise,Danke", oder so ähnlich). Spruchbanner, die die komplette Straße überspannt, könnte ich mir auch vorstellen.
Also Appelle jedweder Art.
Auf Ihre Rückmeldung bin ich gespannt und hoffe, dass diese Aktion zu weiteren konstruktiven und kreativen Dialogen führt und schlussendlich in konkreten, lärmreduzierenden Maßnahmen mündet.
Mit freundlichen Grüßen, H.P.Schöning