Umfrage Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Bauen und Wohnen

BIM meets Nachhaltigkeit - Umfrage zur BIM-Anwendung in Kommunen

  • Status Beendet
  • Zeitraum 22.10.2024 bis 16.12.2024
  • Teilnehmer 107 Teilnehmer
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Richtig eingesetzt kann Building Information Modeling (BIM) dabei helfen, den CO2-Fußabdruck, sowohl bei der Herstellung als auch beim Betrieb von Gebäuden dauerhaft zu senken. Als bundesweiter Vorreiter will das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau des Landes Nordrhein-Westfalen BIM zu der Methode etablieren, die es ermöglicht, nachhaltiges und bezahlbares Bauen mit den Anforderungen des Klimaschutzes und der Ressourceneffizienz unter ein Dach zu bringen. Mit der Umfrage sollen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:

- Wo stehen die Kommunen bei der Anwendung von BIM in Nordrhein-Westfalen?

- Welche Best-Practice-Umsetzungen im Sinne der Vorbildfunktion gibt es?

- Welchen Unterstützungsbedarfe haben die Kommunen?

- Welche Rolle spielen Nachhaltigkeitszertifizierungen und Green BIM?

Adressaten: Die Umfrage richtet sich an die für das Planen, Bauen und Betreiben zuständigen Stellen im kommunalen Hochbau und wird hier im Beteiligungsportal nach Ende des Beteiligungszeitraums ausgewertet.

Anzahl der Teilnehmer: 107

Gibt es in Ihrer Kommune bereits kommunale Bauvorhaben, bei denen BIM angewandt wird?

18,7% Ja
81,3% Nein

Wie schätzen Sie den Anteil an BIM-Projekt an den derzeitig umzusetzenden kommunalen Bauvorhaben?

38,3% 0%
30,8% 1-5%
16,8% 5-10%
12,1% 10-30%
1,9% Sonstige

In welchem Organisationsbereich ist oder soll BIM eingesetzt werden?Teilfrage 1: Wird BIM eingesetzt

24,3% Planen
13,1% Bauen
3,7% Betreiben
1,9% Sonstiges
75,7% keine Antwort

Teilfrage 2: Soll BIM eingesetzt werden

59,8% Planen
65,4% Bauen
60,7% Betreiben
11,2% Sonstiges
28% keine Antwort

Teilfrage 3: Gar nicht

27,1% Planen
27,1% Bauen
29% Betreiben
20,6% Sonstiges
67,3% keine Antwort

Auswertung 'Status Quo'

  • Bereits 24 von 105 Kommunen setzen BIM in der Planung ein. Bau und Betrieb folgen aufgrund der mehrjährigen Planungs- und Bauzeiten generell etwas später.
  • In über 60 von 105 Kommunen soll BIM künftig in Planung, Bau und Betrieb eingesetzt werden.
  • BIM ist in großen Kommunen in der Praxis angekommen. 9 von 10 Großstädten ab 100.000 Einwohner wenden bereits BIM an, alle mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben.
  • Für Kommunen hat u.a. das Thema ‚BIM im Gebäudebetrieb‘ einen hohen Stellenwert. Das MHKBD hat als bundesweit erster Treiber das TOP-Thema angestoßen, etwa durch die Befassung in den Expertengruppen und die Beauftragung der II. BIM-Handlungsempfehlung.
  • Durch die frühzeitige Weichenstellung des MHKBD wurde in der Bauwelt eine wichtige Entwicklung angestoßen, durch die der Aspekt der BIM-basierten Gebäudebewirtschaftung bereits in den frühen Planungsphasen Berücksichtigung findet.

Hinweis: Von 107 Teilnehmenden an der Umfrage wurden aufgrund von Doppelungen 105 Kommunen ausgewertet. 

Gibt es in Ihrer Kommune eine Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben?

13,1% Ja
86% Nein
0,9% keine Antwort
  • Bislang 13 Kommunen verfügen über eine eigene BIM-Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben.
  • Kommunen mit BIM-Strategie verfolgen derzeit überwiegend die Umsetzung bzw. Vorbereitung von Pilotprojekten.
  • Einzelne Städte mit BIM-Strategie sind bereits im „Normalbetrieb“.
  • Auch erste kleinere Kommunen geben an, einen Anteil von >10% an Projekten mit BIM durchzuführen.

Erbringen Sie strategische BIM Leistungen in Eigenleistung oder durch Externe?

3,7% eher Eigenleistung
4,7% überwiegend Eigenleistung
86,9% keine Antwort
4,7% Sonstige

Die Frage richtete sich nur an Kommunen mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

Erbringen Sie operative BIM Leistungen in Eigenleistung oder durch Externe?

5,6% überwiegend Fremdvergabe
4,7% eher Fremdvergabe
87,9% keine Antwort
1,9% Sonstige

Die Frage richtete sich nur an Kommunen mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

In welcher Phase der BIM-Einführung befinden Sie sich (Mehrfachauswahl möglich)?

8,4% Planung/Vorbereitung Pilotprojekte
8,4% Pilotprojekte (Planen)
5,6% Pilotprojekte (Bauen)
3,7% Pilotprojekte (Betreiben)
2,8% Normalbetrieb (Planen)
86,9% keine Antwort
1,9% Sonstige

Die Frage richtete sich nur an Kommunen mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

Welche Vorteile und Mehrwerte können Sie durch die Einführung von BIM und Anwendung der BIM-Methode erkennen im Vergleich zur vorherigen Arbeitsweise ohne BIM?

5,6% Förderung der Arbeitsmotivation
8,4% verbesserte Kommunikation / effizientere Abläufe
9,3% höhere Qualität (Planung/Ausführung)
4,7% mehr Kostensicherheit (Planung/Ausführung)
5,6% transparentere Planung
3,7% nachhaltigere Planung
3,7% nachhaltigerer Gebäudebetrieb
4,7% Datengrundlage für Trennung, Rückbau und Verwertung von Materialien
2,8% Sonstiges (siehe folgende Frage)
87,9% keine Antwort
2,8% Sonstige

Die Frage richtete sich nur an Kommunen mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

Gibt es Strategien oder Erfahrungsberichte aus Ihrer Kommune / Ihrem Zuständigkeitsbereich, welche Sie mit anderen Kommunen oder Bauherrschaften teilen würden (z.B. künftiger Bereich einer BIM-Wissensplattform auf dem Bauportal.NRW)?

7,5% Ja
4,7% Nein
87,9% keine Antwort

Die Frage richtete sich nur an Kommunen mit Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

Welche Ziele wären für Sie im Fall einer strategischen BIM-Einführung besonders relevant (bitte maximal 5 auswählen)?

43,9% verbesserte Kommunikation / effizientere Abläufe
3,7% Förderung der Arbeitsmotivation
54,2% höhere Qualität (Planung/Ausführung)
55,1% mehr Kostensicherheit (Planung/Ausführung)
27,1% verbesserte Kontrolle und Steuerung der Terminplanung
18,7% insgesamt geringere Kosten
38,3% transparentere Planung
25,2% nachhaltigere Planung
39,3% nachhaltigerer Gebäudebetrieb
52,3% verbesserte Bauwerksdokumentation
15,9% Datengrundlage für Trennung, Rückbau und Verwertung von Materialien
17,8% keine Antwort

Die Frage richtete sich nur an Kommunen ohne Strategie zur BIM-Einführung bei eigenen Bauvorhaben, alle übrigen werden mit "keine Antwort" gewertet.

Auswertung 'Ziele und Mehrwerte'

  • Wichtigste Ziele im Fall einer strategischen BIM-Einführung (jeweils rund 65% der teilnehmenden Kommunen ohne BIM-Strategie):
    • mehr Kostensicherheit (Planung/Ausführung)
    • verbesserte Bauwerksdokumentation
    • höhere Qualität (Planung/Ausführung)
  • Es folgen mit rund 50%: Kommunikation, Transparenz und nachhaltiger Gebäudebetrieb.
  • Die Erwartungen decken sich gut mit den bisher von Kommunen erkannten Vorteilen und Mehrwerten. Die Erwartungen an BIM erscheinen so realistisch.

Wäre für Ihre Kommune eine landesseitige Unterstützung durch Rahmenverträge mit spezialisierten BIM-Dienstleistern hilfreich?Teilfrage 1: Ja, aber nur wenn kostenlos

57% auf der strategischen Ebene
52,3% bei operativen Aufgabenstellungen (nach HOAI / Gebäudebetrieb)
34,6% keine Antwort

Teilfrage 2: Ja, auch mit kostenpflichtigem Angebot

25,2% auf der strategischen Ebene
35,5% bei operativen Aufgabenstellungen (nach HOAI / Gebäudebetrieb)
59,8% keine Antwort

Teilfrage 3: Nein, darum kümmern wir uns lieber selber

14% auf der strategischen Ebene
12,1% bei operativen Aufgabenstellungen (nach HOAI / Gebäudebetrieb)
82,2% keine Antwort

Auswertung zur Unterstützung durch Rahmenverträge mit spezialisierten BIM-Dienstleistern:

  • Für die meisten Kommunen wäre für eine landesseitige Unterstützung durch Rahmenverträge mit spezialisierten BIM-Dienstleistern hilfreich.
    • Rund 50-55% nur mit einem kostenlosen Angebot
    • Rund 25-35% auch mit kostenpflichtigem Angebot (v.a. operative Aufgabenstellungen)
    • Rund 15% kümmern sich lieber selber

Wäre für Ihre Kommune der Zugriff auf landesseitig bereitgestellte BIM-Software hilfreich?Teilfrage 1: Ja, aber nur wenn kostenlos

57,9% Projektplattformen (CDE)
58,9% Modellprüfung (Model-Checker)
50,5% Visualisierung (VR/AR)
45,8% Modellierungssoftware (BIM-Autoren)
60,7% Workflow (AIA/Musterdokumente)
29% keine Antwort

Teilfrage 2: Ja, auch mit kostenpflichtigen Angebot

35,5% Projektplattformen (CDE)
30,8% Modellprüfung (Model-Checker)
37,4% Visualisierung (VR/AR)
34,6% Modellierungssoftware (BIM-Autoren)
34,6% Workflow (AIA/Musterdokumente)
51,4% keine Antwort

Teilfrage 3: Nein, darum kümmern wir uns lieber selber

9,3% Projektplattformen (CDE)
9,3% Modellprüfung (Model-Checker)
10,3% Visualisierung (VR/AR)
11,2% Modellierungssoftware (BIM-Autoren)
8,4% Workflow (AIA/Musterdokumente)
83,2% keine Antwort

Teilfrage 4: Nein, wir sind schon ausreichend ausgestattet

2,8% Visualisierung (VR/AR)
5,6% Modellierungssoftware (BIM-Autoren)
94,4% keine Antwort
3,7% Sonstige

Auswertung zum Zugriff auf landesseitig bereitgestellte BIM-Software

  • Für die meisten Kommunen wäre ein Zugriff auf landesseitig bereitgestellte BIM-Software hilfreich.
    • Rund 45-60% nur mit einem kostenlosen Angebot (v.a. Projektplattformen, Model-Checker und Software für Workflow AIA/Musterdokumente)
    • Rund 30-40% auch mit kostenpflichtigem Angebot
    • Rund 8-12% kümmern sich lieber selber
    • Rund 1-6% sind schon ausreichend ausgestattet
  • Hoher Bedarf und hohes Interesse an Unterstützungsangeboten

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten würden Sie in Ihrer Kommune / Einrichtung / Organisation bei der BIM-Einführung unterstützen?

13,1% beantwortet
86,9% keine Antwort
  • Weitere gezielte Fortbildungsangebote
  • Informationen für die Führungsebene, um personelle Rahmenbedingungen zu schaffen
  • Finanzielle Unterstützung für Soft- und Hardware sowie Qualifizierung und Stelleneinrichtung
  • Bereitstellung von Software und Standards, z.B. einheitliche Modellierungsrichtlinie für NRW
  • Weitere Förderung von Kooperationen mit anderen Kommunen, wie z.B. Heiligenhaus-Wülfrath
  • Erweiterung von BIM-Wissenszirkeln
  • Plattform für detaillierte Anwendungsfälle in Form von Steckbriefen
  • Förderung der praktischen Anwendung von BIM in kleinen Kommunen.

Wie schätzen Sie den Anteil an Projekten mit Nachhaltigkeitszertifizierung (z.B. BNB / DGNB) an den derzeitig umzusetzenden kommunalen Bauvorhaben mit Bauwerkskosten ab 2 Millionen Euro?

27,1% 0%
36,4% 1-5%
22,4% 5-10%
7,5% 10-30%
3,7% >30%
2,8% keine Antwort

Welche Bedeutung messen Sie Nachhaltigkeitszertifizerungen (z.B. BNB / DGNB) bei Ihren kommunalen Bauvorhaben heute und künftig zu?Teilfrage 1: heute

36,4% keine
46,7% Einzelprojekte, um Fördermittel zu erhalten
10,3% Einzelprojekte, sonstige
7,5% Standard, aufgrund von Nachhaltigkeitszielen o. vgl.
6,5% keine Antwort

Teilfrage 2: künftige Erwartung

13,1% keine
44,9% Einzelprojekte, um Fördermittel zu erhalten
17,8% Einzelprojekte, sonstige
43% Standard, aufgrund von Nachhaltigkeitszielen o. vgl.
2,8% keine Antwort
  • Nachhaltigkeitszertifizerungen (z.B. BNB / DGNB) spielen bei Kommunen heute vor allem eine Rolle, um Fördermittel zu erhalten, zum Teil sind sie bereits Standard.
  • In der künftigen Erwartung gehen 45 von 105 Kommunen davon aus, dass sich Nachhaltigkeitszertifizerungen zum Standard bei öffentlichen Bauvorhaben entwickeln werden.
  • Das landesfinanzierte Bauen nimmt aufgrund des Runderlasses vom 28.05.2024 „Anwendung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen bei Bauaufgaben des Landes Nordrhein-Westfalen“ vor diesem Hintergrund eine Vorreiterrolle ein.

Wie groß ist Ihre Kommune?

11,2% Großstadt (ab 100.000 Einwohner)
43,9% Mittelstadt (20.000 bis 100.000 Einwohnern)
34,6% Kleinstadt (unter 20.000 Einwohner)
10,3% Kreis

Kontakt

Stabsstelle Digitalisierung und innovatives Bauen

Dr. Niklas Alsen
E-Mail: niklas.alsen@mhkbd.nrw.de

Datenschutzerklärung

In diesem Beteiligungsverfahren werden keine personenbezogenen Daten verarbeitet, da die Teilnahme am Verfahren anonym erfolgt. Da keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden, ist insoweit auch keine eigene, über die für das Hauptportal geltende Datenschutzerklärung hinausgehende Datenschutzerklärung erforderlich.

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