Kategorie
Straßenlärm
Status
Neu
Lärm- und Verkehrssituation L 42 Scherpenseel
Guten Tag!
Ich möchte dieses Portal naturgemäß und nunmehr somit öffentlich nutzen, um auf die bereits in der Vergangenheit mit den entsprechenden kommunalen und landesbehördlichen Ebenen und Zuständigkeiten geführten Diskussionen auf die Lärm- und Verkehrssituation der L 42 in Übach-Palenberg, Stadtteil Scherpenseel, aufmerksam zu machen.
Meine Familie und ich sind Anwohner der Heerlener Straße. Jahr für Jahr erleben wir hier, wie die Verkehrsdichte und somit auch das hiervon ausgehende Gefahrenpotential und die gesundheitlichen Risiken durch Lärm und Abgasemissionen permanent zugenommen haben. Diese Umstände sind im Wesentlichen der Tatsache geschuldet, dass sich die Heerlener Straße seit Öffnung des niederländischen Schnellstraßenabschnitts "Buitenring (N 300)" an der dortigen Ausfahrt "Landgraaf-Oost" einmal mehr zu einer Hauptverbindungsachse zwischen den Niederlanden und Deutschland entwickelt hat. Diese Entwicklung war im Grunde genommen vorhersehbar und wir reden hier nun inzwischen über eine Straßenverkehrslast von gut über 3 Mio. Fahrzeugen pro Jahr.
Eine Umgehungsstraßenlösung für die L 42 ist seit nunmehr über 30 Jahren permanent im Gespräch, jedoch mangelte es immer wieder an irgendwelchen Umsetzbarkeiten, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Die Verkehrsentwicklung und konkreten Maßnahmen zur Umsetzung einer Umgehungsstraßenlösung wurden regelrecht nicht Ernst genommen, immer wieder verworfen und m. E. verschlafen. Nun liegt eine Lösung vor, die aufgrund priorisierter Bedarfseinstufung vom Bund unterstützt und finanziert wird, jedoch aktuell an einer Zustimmung der niederländischen Zuständigkeiten scheitert: Sämtliche Straßenneuplanungen hier bedürfen einer Umweltverträglichkeitsüberprüfung - nicht zuletzt wegen der Nähe der Anschlussstelle L 42 n zur dortigen niederländischen Brunssummer Heide.
Die N 300 führt auf niederländischem Gebiet in der Hoheit der Gemeinden Landgraaf / Brunssum hauptsächlich bereits durch die dortige Brunssummer Heide; da würde das relativ kurze Anschlussstück auf niederländischer Seite von gut 2 - 3 Kilometern bis zur bereits geplanten Anbindung an die Anschlussstelle der N 300 zur Fortführung der L 42 n dieser Umweltdiskussion nicht wesentlich mehr schaden, als dem jetzigen Zustand. Ich frage mich persönlich dabei, was man primär mehr zu schützen beabsichtigt - die Natur oder den Menschen auf beiden Seiten der Grenze.
Liebe Verantwortliche, raufen Sie sich doch einmal zusammen, finden eine Lösung und kommen endlich mal zu Potte! Die Situation Heerlener Straße und auf niederländischer Seite "Grensstraat" wird zunehmend unerträglicher! Es handelt sich in der Hauptsache um Wohngebiet mit schutzbedürftigen Menschen, deren Bedürfnisse Ruhe, saubere Luft und Sicherheit,um von einer Straßenseite zur anderen zu kommen, sind. Und selbst diese Grundbedürfnisse werden teilweise auch nachts missachtet: Ich denke da hauptsächlich an die Fraktion der niederländischen "Loonbedrijfe", die mit ihren landwirtschaftlichen Erntefahrzeugen Hilfestellung bei deutschen Bauern zur Bewirtschaftung von Ländereien bieten und die ganze negative Situation für Mensch und Umwelt noch zusätzlich mit Erntefahrzeugen, die für diese Straßenverhältnisse nicht geeignet sind, befeuern. In den Wohnhäusern entlang der L 42 werden so Lärmpegel erreicht, die mit Sicherheit nicht in der Lärmkartierung berücksichtigt sind.
Der Handlungsbedarf, um allen beschriebenen Situationen, die den Menschen und Bürgern dies- und jenseits der Grenze negativ zusetzen, zu begegnen, ist dringlicher denn je. Es wäre daher äußerst ratsam, wenn deutsche und niederländische Behörden weiterhin den Dialog suchen und eine Lösung erarbeiten und kurzfristig so umsetzen würden, wie sie geplant ist.
Bis dahin sollte auf der gesamten Heerlener Straße ein Durchfahrverbot für LKW's, eine Tempo-30-Zone sowie Nachtfahrverbote für landwirtschaftliche Fahrzeuge bzw. übergroße Fahrzeuge angeordnet und konsequent behördlich überwacht werden.